Angenehme Temperaturen, leichte Sonnenstrahlen und die malerische Kulisse der Kirchenburg – bessere Voraussetzungen hätten sich die Dekanatsfrauenbeauftragen des Dekanats Markt Einersheim für ihren ökumenischen Abend der Sinne Ende Mai in Hüttenheim nicht wünschen können. Knapp 20 Interessierte folgten der Einladung unter dem Thema „Gut zu sich selbst sein – das richtige Maß zwischen Selbst- und Nächstenliebe“. Pastoralreferentin Dr. Andrea Friedrich führte durch den Abend, der laut Mitorganisatorin Snydi Schumann zum Hören, Spüren, Nachdenken und Begegnen einladen sollte.
Zu Beginn wurde bei der Interpretation eines Bildes von Maria und Martha der Sehsinn gefordert. Mithilfe der Geschichte der beiden Schwestern aus der Bibel verdeutlichte Friedrich, dass es manchmal besser sein kann, in sich zu ruhen, wie Maria, anstatt immer im Tun für andere zu versinken, wie Martha. Denn letztendlich geht es um eine gesunde Balance zwischen Selbst- und Nächstenliebe. Passend zum Hörsinn konnten die Anwesenden begleitet vom Läuten der Kirchenglocken der evangelischen und der katholischen Kirche das Gehörte sacken lassen, bevor im Anschluss im Pfarrgarten der Tastsinn angesprochen wurde.
Unter der Anleitung von Dr. Andrea Friedrich absolvierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer drei an Qigong angelehnte Achtsamkeitsübungen, jedoch christlich adaptiert mit Psalm, Fürbitten und Segen. Die Kulisse des Pfarrgartens wurde außerdem genutzt, um den Geruchssinn durch den Duft der Pflanzen, Kräuter und Gewächse anzuregen. Bei Häppchen – für den Geschmackssinn – und guten Gesprächen ließen alle den Abend gelungen ausklingen. Die Dekanatsfrauenbeauftragten Syndi Schumann und Simone Adler bedankten sich bei Dr. Andrea Friedrich für den anregenden Abend mit einem Buch von Pfarrer Hannes Schott, in dem es unter anderem um seine Gottesdienste an besonderen Orten wie in Reisebussen oder Schreinereien geht.